Bei mir sorgen zwei ART S8 bei Mikrofonsignalen mit 75 bis 200 Ohm Quellimpedanz und bei analogen PreSonus D8-Ausgangssignalen mit 51 Ohm Quellimpedanz für potentialgetrennte Weitergabe an Beschallung und Monitoring und gegebenenfalls (bei Instrumentalverstärkern) auch für Desymmetrierung. Die direkten Signale sind, gegebenenfalls einschließlich Phantomspeisung, mit den Mehrkanalrecordern verbunden. Das Gerät versieht unauffällig seinen Dienst bei Signalen vom E-Bass bis zum Gesang. Hervorzuheben ist auch die sehr geringe Empfindlichkeit des S8 gegenüber Einstreuungen von im Rack benachbart befindlichen Netzteilen.
Getestet habe ich den ART S8, indem ich Signale direkt und über ein bis acht in Reihe betriebene Übertrager kopiert und nach Pegelanpassung Nulltests unterzogen habe. Außer im obersten Höhenbereich und im Tiefbass, dort besonders bei hohen Pegeln wegen zunehmender ungeradzahliger Verzerrungen, waren kaum Generationsverluste zu hören. Weiterhin zeigten Kopierversuche mit 51 bis 150 Ohm Quellimpedanz auf direktem Weg ohne und mit parallel geschaltetem, mit 1,6 kOhm abgeschlossenem S8-Übertrager ebenfalls bei nachfolgenden Nulltests, dass die Rückwirkung auf eine ausreichend niederohmige Quelle vernachlässigbar ist.
Die Möglichkeit der Massetrennung nutze ich bei allen Kanälen, da sie mir stets eine Verringerung von Netzbrummen bietet. Meines Erachtens nach ist ein Splitter ohne Ground Lift-Option nicht einmal eine halbe Sache, weshalb auch der ebenfalls angebotene S8 3-Way für mich nicht in Frage kam. Im Bedarfsfall dürfte die Verwendung zweier S8 die bessere Lösung sein. Die -26 dB PAD-Funktion benötige ich nicht.
Insgesamt kann ich für den ART S8 eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Das Preis/Leistungs-Verhältnis ist als sehr gut zu bezeichnen. Die Qualität der Übertrager ist auch abgesehen vom Preis so hoch, dass um ein Vielfaches teurere Geräte ihren Preis nur in Ausnahmefällen rechtfertigen dürften.